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Umwelt-Erlebnis-Station

Natur hautnah erleben in der Umwelt-Erlebnis-Station Kirchenlamitz der Naturfreunde Deutschlands

Tauchen Sie ein in das „Abenteuer Fichtelgebirge“. Unsere Umwelt-Erlebnis-Station nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Lebensräume eines der schönsten deutschen Mittelgebirge. 

Großformatige Landschaftsdioramen mit lebensechten Präparaten heimischer Tiere entführen Sie in den Bergwald des Fichtelgebirges, in unsere vielgestaltige Kulturlandschaft, an einen Teich oder einen Bergbach. Heimische Muscheln und Fische können in unserem Schauaquarium entdeckt werden.

Unsere Außenanlagen laden ein zum eigenen Entdecken. Ob Vogelpfad, Kräutergarten, Baum-Quiz, Pilzlehrgarten, Totholzecke oder Waldpavillon – Spannung ist garantiert.  Erfahren Sie mehr über unsere Vogelwelt und wie man ihr helfen kann oder betrachten Sie die Welt durch die Augen einer Fliege. Natürlich fehlt auch nicht ein abwechslungsreicher Abenteuerspielplatz. 


Waldpavillon


Diorama Wald

Das Insektarium ermöglicht unmittelbare Begegnungen mit wandelnden Blättern, lebenden Ästen oder gepanzerten Dornschrecken. Im Ökolabor (geöffnet nach Absprache), ausgestattet mit modernen Stereomikroskopen, erwartet neugierige Forscher die verborgene Welt der kleinen Krabbler.


Insektenhotel

Verbinden Sie einen spannenden Besuch der Umweltstation mit gemütlicher Einkehr bei hausgemachten Kuchenspezialitäten und deftigen Brotzeiten. Unser Haus ist freitags ab 19 Uhr, samstags ab 15 Uhr sowie an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr und wieder ab 14 Uhr für Sie bewirtschaftet.

Die Außenanlagen können jedoch unabhängig von unseren Öffnungszeiten ganzjährig besucht werden. Die Umwelt-Erlebnis-Station „NaturFreundehaus Epprechtstein“ – in unmittelbarer Nähe des Granitlabyrinths: Epprechtstein 5, Kirchenlamitz.


Abenteuer-Spielplatz

Die Natur kehrt zurück

Die Umgebung des Granitlabyrinthes ist geprägt von zahlreichen Biotopstrukturen.

Gehölze:
Den grünen Rahmen der Labyrinth-Anlage bilden Baumhecken und Feldgehölze. Derzeit werden diese noch von älteren, z.T. bereits absterbenden Salweiden (Salix caprea) dominiert. Das Altholz der Weiden ist die bevorzugte Nahrung der auffallend großen Raupe des Weidenbohrers, eines Nachfalters. Sandbirken (Betula pendula) und  Zitterpappeln (Populus tremula) sowie einige Vogelbeeren (Sorbus aucuparia), Fichten (Picea abies) und Waldkiefern (Pinus sylvestris) gehören ebenfalls zu den ersten Bäumen im ehemaligen Gewerbegebiet. Die auf diese Baum-Pioniere folgende Gehölzgeneration im Unterwuchs besteht überwiegend aus Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und  Gemeiner Esche (Fraxinus excelsior). Diese Baumarten werden allmählich die Salweiden und Birken ersetzen. Die Gehölze sind Lebensraum vieler Vogelarten und bieten Deckung für das Niederwild. 


Salweide


Zaunkönig

Magerrasen und Zwergstrauchheide:
Zwischen der früheren Bahnlinie, die jetzt Radweg ist, und dem Labyrinth befindet sich eine ehemalige Laderampe. Auf dieser hat sich inzwischen eine besondere Vegetation trockener bodensaurer Standorte unter lockerem Gehölzschirm entwickelt. Ermöglicht wurde dies durch regelmäßige Pflege (Kombination von Gehölzentnahme und Mahd), die der Naturpark Fichtelgebirge e. V. als Landschaftspflegeverband durchführt. Auch eine artenreiche Wegböschung neben dem Labyrinth wird gemäht, um den besonderen Standort offen zu halten. Weitere dieser Magerrasen sollen um das Labyrinth herum neu entstehen. Besen-Heide (Calluna vulgaris), Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) und Flechtenarten besiedeln vor allem die sehr humusarmen trockenen Standorte. Daneben findet man halbschattige von Gräsern dominierte Flächen mit typischen Pflanzenarten wie die Blutwurz (Potentilla erecta). Außerdem gibt es ein größeres Vorkommen der Gewöhnlichen Goldrute (Solidago virgaurea). Auf den Einschnittsböschungen der  ehemaligen Bahnlinie am Radweg gedeiht zwischen den Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) der im Fichtelgebirge seltene Salbeigamander (Teucrium scorodonia).


Salbeigamander

Steine und Trockenmauern:
Neben den Totholz- und Steinhaufen unter den Gehölzhecken sind ohne Mörtel gesetzte Stützmauern aus Granitquadern ebenfalls wichtig für Tiere und Pflanzen. In den Mauerritzen siedeln sich z.B. Farnarten an. Dort können Kröten und Frösche überwintern. Reptilien wie die Bergeidechse kann man auch im Sommer auf offenen Steinen beim Sonnenbad beobachten.

Landratsamt Wunsiedel i. Fichtelgebirge, 02. September 2009


Bergeidechse

Der Granit wird eingesetzt


Stelen, Weißenstädter See


Treppenhaus Arbeitsamt, Hof Saale


Eisenbahnbrücke, Marktleuthen


Bildhauerei


Bodenbelag Stadtsparkasse, Köln


Leitfriedhof, Nürnberg


Rinderbrunnen, München


United Insurance Building, Chicago

Lieferung in alle Welt

Aus Naturstein wurden und werden Mauerquader für Häuser und Brücken, Bodenbeläge aus Pflastersteinen und Platten, Fenster- und Türumrahmungen,  Fassadenverkleidungen, Kirchenbauten und ihre Innenausstattung, Monumente verschiedenster Art, Postamente für Standbilder, Brunnenanlagen, Grabsteine und  Bildhauerarbeiten angefertigt.

Aus den Granitwerken des Fichtelgebirges gelangten Natursteinarbeiten nicht nur in alle Teile Deutschlands, sondern darüber hinaus auch an viele Orte in Europa und in aller Welt:

Granitsäulen für die Befreiungshalle bei Kehlheim, 
für die Siegessäule in Berlin,
die Kolonnaden in Karlsbad und Marienbad
und für Bauwerke an der Ringstraße in Wien,
große Denkmalanlagen in Prag, 
Belgrad, Verona, Venezuela, Peking.

Bauwerke des 20. Jahrhunderts: 
In Deutschland:
Bayreuth, Bamberg, Nürnberg, 
Hof, München, Stuttgart, Frankfurt,
Karlsruhe, Münster, Pirmasens,
Bonn, Köln, Düsseldorf, Aachen,
Dortmund, Hannover, Hamburg,
Berlin, Leipzig, Dresden.

In aller Welt:
Genf, Zürich, Freiburg / CH, Brüssel,
Luxemburg, Rotterdam, Reykjavik,
Bagdad, Dhahran, Kairo, Buenos Aires,
San Juan, Monte Video, Havanna,
Cleveland, Cincinnati, Chicago.


Befreiungshalle Kelheim


Siegessäule Berlin


Brunnen Frankfurter Oper

Der Stein wird bearbeitet

Das Fichtelgebirge wird wegen seiner vielfältigen Steinvorkommen „Bayerns steinreiche Ecke“ genannt. Es ist aber auch ein bedeutendes Zentrum der Steinverarbeitung. 

Hier wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Erhard Ackermann in Weißenstadt die Bearbeitung des Granits mit der Maschine entwickelt. Deshalb darf das Fichtelgebirge mit Fug und Recht als die Wiege der deutschen Steinindustrie bezeichnet werden. 

Heute wird in den Granitwerken mit modernster Technik gearbeitet. Die Steinblöcke werden mit Gattersäge und Fräsmaschine auf die gewünschten Maße zugeschnitten. 


In der Werkhalle


Sägen mit Steingatter

Oberflächenbearbeitung
Bei der Weiterverarbeitung spielt die Oberflächenbearbeitung eine wichtige Rolle. Je nach Bearbeitungsgrad verändert sich mit der Oberflächenstruktur auch die Farbe des Steins. Die würfelförmigen Hocker vor dem Labyrintheingang zeigen Gesteinsarten des Fichtelgebirges. Der den Würfeln gegenüberliegende lange Stein aus  Epprechtsteingranit macht auf seiner Oberseite unterschiedliche Grade der Oberflächenbearbeitung sichtbarund begreifbar – von bruchrau bis poliert. 


Schleifen mit Wandarmmaschinen


Manuelles Polieren der Schrift

Grabsteine 
Neben Natursteinarbeiten für den Bau nimmt die Herstellung von Grabsteinen schon immer einen breiten Raum ein. Für Grabanlagen und Bauarbeiten wurde neben heimischem Gestein immer schon ausländisches Steinmaterial verarbeitet. Rohblöcke wurden aus Skandinavien und dem übrigen Europa und sogar aus Amerika und Afrika bezogen.