Granitlabyrinth Epprechtstein
 

 

 

     

Das Granitlabyrinth

Das Labyrinth bildet den krönenden Abschluss des viel begangenen Steinbruch-Rundwanderwegs am Epprechtstein.

Standort ist der ehemalige Werkplatz eines Steinmetzbetriebs, an der Straße und am Radwanderweg, die Kirchenlamitz und Weißenstadt miteinander verbinden.

   
  Das in seinem Grundriss quadratische Labyrinth hat fünf Umgänge und eine Ausdehnung von 34 x 34 m. Es ist durch ein erkennbares Achsenkreuz in vier Quartiere eingeteilt, die auf dem Weg zur Mitte zu durchschreiten sind. Dieser Weg wird von 180 großen Granitquadern umrahmt. Im Zentrum, dessen Bodenfläche ein Labyrinth aus dunklen und hellen Pflastersteinen ausfüllt, lenkt ein 5 m hoher Obelisk aus Epprechtsteingranit den Blick nach oben. Bänke laden zum dort zum Verweilen und zur Besinnung ein. Um zum Ziel zu gelangen, muss man vom Eingang aus 400 m zurücklegen, die gleiche Strecke noch einmal auf dem Rückweg.
 
 

   
  Hinter dem Labyrinth wurde ein Hügel aufgeschüttet, der es möglich macht, das Labyrinth auch von oben zu betrachten. Darüber hinaus eröffnet sich von dort aus ein weiter Blick zur Stadt Kirchenlamitz und zum 827 m hohen Kornberg.
   
 

Tankstelle für Geist und Seele

Labyrinthe gibt es schon seit Jahrtausenden in unterschiedlichsten Formen überall auf der Welt. Nach altgriechischem Mythos wurde das erste Labyrinth von Dädalus für König Minos auf Kreta als Gefängnis des Minotauros erbaut. In der Antike wird es oft als ein von Mäanderwindungen gebildetes Quadrat dargestellt. Dieses uralte Motiv erfüllten die Christen mit neuem Sinn. Die in vielen alten Kirchen mit schwarzen und weißen Steinen auf den Boden gezeichneten Labyrinthe stellen mit ihren unabsehbaren Windungen das menschliche Leben mit all seinen Prüfungen, Verzögerungen und Komplikationen dar, während in der Mitte, dem Ziel, das himmlische Jerusalem wartet.

   
 

   
  Das Labyrinth ist stets zielgerichtet und kein Irrgarten, wie fälschlicherweise immer wieder angenommen wird.
   
 
 
   
 

„Der Bauplan des Labyrinths ist denkbar einfach. Es hat einen Eingang und einen Weg, der in zahlreichen Windungen zu einer Mitte führt. Man kann es schnell durchlaufen, ohne etwas erfahren zu haben. Dann ist der Weg durch das Labyrinth nicht mehr als eine Freizeitbeschäftigung oder ein sportiver Akt. Wer aber den Weg mit spirituellem Spürsinn durchschreitet, wer sich bewusst und mit wacher Seele ins Labyrinth begibt, dem wird es zum Ort der Selbstbegegnung und Selbstfindung.“
Uwe Wolf

   
 

"Das Ziel muss man früher kennen als den Weg"
Jean Paul

   
 

"Geradeaus kommt man nicht sehr weit"
Antoine de Saint Exupéry

 
 

"Der schnellste Weg zum Ziel: Der Umweg"
Carl Gustav Jung

"Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen"
Konfuzius

Zum Seitenanfang Zur Leitseite